Kundenorientierung - oder: Wer zum Teufel bezahlt eigentlich das Gehalt?
Seit einem Monat gehe ich jeden Tag um 7:45 zum Zielpunkt bei der Station Hetzendorf, weil der auf dem Weg zum Büro liegt...
Und seit einem Monat beobachte ich folgendes:
Immer eine grantige Mitarbeiterin an der Kassa, sie grüßt zwar, speibt sich dabei aber fast an. Ist unfreundlich zu Kunden und sichtlich angewidert...und das schon in der Früh..
Zu Mittag wirds noch besser. Hier konnte ich mehrmals diese nette Szene beobachten:
Zwischen 12 und 12:30 ist Hochbetrieb - beim Jausenkauf, denn zu dieser Zeit haben mehrere Büros und vor allem mehrere Schulungsmaßnahmen Pause. Daher stehen um diese Zeit immer etwa 20 Leute mit je einem Sackerl bei der Kassa an. Bei EINER, wohlgemerkt. Denn Mitarbeiterin 2 macht zu dieser Zeit ebenfalls Pause. Genial!
Sobald ein Kunde eine zweite Kassa verlangt, hört man Mitarbeiterin 2 mittellaut beim Durchgehen durch das Geschäft schimpfen, dass die Leut ned warten können, was das soll etc....
Wenn ein Lehrling oder ein Schüler nach einer zweiten Kassa fragt, bellt die Mitarbeiterin 1 ohnehin nur: "Na sicher ned!"
Ui ui, hier hätt ich viel zu tun...aber Zielpunkt braucht offenbar keine Kundenorientierungsmaßnahmen...
Ein Unternehmen, das Kundenorientierung perfekt beherrscht, ist MERKUR. (Weiß ich auch, weil ich dort trainiert habe, und viele Mitarbeiter in ganz Österreich gesehen habe )
Letzte Woche, auf meinem Weg zur Hochschule in Baden, rase ich gschwind durch den Merkur und steh dann mit Getränk, Keksen und Gummibären bei der Kassa. Ich frage die Kassiererin, was die Ficus Benjaminii mit den geflochtenen Stämmen da hinten kosten, ich hätte nämlich keine Zeit gehabt, um zu schauen...
Die Kassiererin erklärt mir (perfekt!), dass die jetzt heruntergesetzt sind, nur mehr vier da stehen und ich schnell sein müsse, um noch einen zu kriegen....
ich wollte nicht die ganze Geschichte erzählen von wegen "muss jetzt auf die Uni, will dort nicht mit einem Gummibaum herumrennen bis acht am Abend", also sagte ich, dass ich ohne Auto wäre heute.
Da sagt die doch glatt - und die kennt mich nicht, in Baden war ich als Trainerin damals nicht - "wenns Richtung Kottingbrunn oder Vöslau wohnen, nehme ich Ihnen gern einen mit!"
DAS, liebe Leute, ist Kundenorientierung.
Und seit einem Monat beobachte ich folgendes:
Immer eine grantige Mitarbeiterin an der Kassa, sie grüßt zwar, speibt sich dabei aber fast an. Ist unfreundlich zu Kunden und sichtlich angewidert...und das schon in der Früh..
Zu Mittag wirds noch besser. Hier konnte ich mehrmals diese nette Szene beobachten:
Zwischen 12 und 12:30 ist Hochbetrieb - beim Jausenkauf, denn zu dieser Zeit haben mehrere Büros und vor allem mehrere Schulungsmaßnahmen Pause. Daher stehen um diese Zeit immer etwa 20 Leute mit je einem Sackerl bei der Kassa an. Bei EINER, wohlgemerkt. Denn Mitarbeiterin 2 macht zu dieser Zeit ebenfalls Pause. Genial!
Sobald ein Kunde eine zweite Kassa verlangt, hört man Mitarbeiterin 2 mittellaut beim Durchgehen durch das Geschäft schimpfen, dass die Leut ned warten können, was das soll etc....
Wenn ein Lehrling oder ein Schüler nach einer zweiten Kassa fragt, bellt die Mitarbeiterin 1 ohnehin nur: "Na sicher ned!"
Ui ui, hier hätt ich viel zu tun...aber Zielpunkt braucht offenbar keine Kundenorientierungsmaßnahmen...
Ein Unternehmen, das Kundenorientierung perfekt beherrscht, ist MERKUR. (Weiß ich auch, weil ich dort trainiert habe, und viele Mitarbeiter in ganz Österreich gesehen habe )
Letzte Woche, auf meinem Weg zur Hochschule in Baden, rase ich gschwind durch den Merkur und steh dann mit Getränk, Keksen und Gummibären bei der Kassa. Ich frage die Kassiererin, was die Ficus Benjaminii mit den geflochtenen Stämmen da hinten kosten, ich hätte nämlich keine Zeit gehabt, um zu schauen...
Die Kassiererin erklärt mir (perfekt!), dass die jetzt heruntergesetzt sind, nur mehr vier da stehen und ich schnell sein müsse, um noch einen zu kriegen....
ich wollte nicht die ganze Geschichte erzählen von wegen "muss jetzt auf die Uni, will dort nicht mit einem Gummibaum herumrennen bis acht am Abend", also sagte ich, dass ich ohne Auto wäre heute.
Da sagt die doch glatt - und die kennt mich nicht, in Baden war ich als Trainerin damals nicht - "wenns Richtung Kottingbrunn oder Vöslau wohnen, nehme ich Ihnen gern einen mit!"
DAS, liebe Leute, ist Kundenorientierung.
undercoveragent - 12. Jun, 07:46