Ein unmoralisches Angebot am Naschmarkt-Flohmarkt, aber sehr schmeichelnd......
Sachen passieren, Leute....
Heute, Flohmarkt:
Ich fotografiere einen Maria Theresien-Luster (zu teuer für die Qualität), weil ich so was theoretisch brauchen könnte...

Es entspinnt sich folgender Dialog zwischen einem zufällig anwesenden Freund des Händlers (mehr an die 70 als an die 60, weißhaarig, sehr soigniert, dunkler Anzug, Stecktuch, Typischer alter Wiener, Soziolekt: das echte alte wienerisch des 13. Bezirkes, mit a bissl Leopoldstadt drin?)
Freund: "Sie suchen einen Maria Theresien Luster, gnädige Frau? Jugendstil ginge eventuell auch?"
Ich: "Im Prinzip ja, ich habe mich noch nicht entschieden!"
Freund:"Verfügen Sie über Geld, Gnädige?"
Ich: "Leider nein.."
Freund:" Dann könnte ich Ihnen ein unmoralisches Angebot machen, ich könnte Ihnen helfen und sie arbeiten den Luster in Liebe ab."
Ich:" Mein Herr, ich fühle mich geehrt, da Sie offenbar nicht bemerkten, dass ich mich doch einem gesetzteren Alter nähere!"
Wir lächelten einander an und schieden in bestem Einvernehmen und voller Respekt voneinander....(ohne Luster natürlich...)
"Küssdiehand", sagte er noch..natürlich...
Eine Evaluierung der derzeit vorhandenen Stücke am Flohmarkt zeigt:
Jugendstil ist allgemein kaum vorrätig, Biedermeier (hässlich und fake) gibts, etwas guter alter Strass-Schmuck etc, keine besonderen sonstigen Stücke.
Und die Händler werden immer frecher (oder die Käufer immer dümmer), weil was verlangt wird und was es wert ist, steht häufig in keinem Verhältnis - "Katzensilber" ist eben kein Silber, lackiertes Blech ist kein Messing und Alter und Güte eines Stückes sowie Stilrichtung erkennt vielleicht der Käufer nicht, aber der Händler weiß es - und da hab ich nun doch einige lügen sehen, vor allem wenn die Touristen fragten ;-)
Außerdem gesehen:
Kamasutra Netsuke, japanische diverse Erotika in Form von Holzschachteln etc, eine Klosterarbeit (halbwegs gut, aber nur Liebhaberwert)
Heute, Flohmarkt:
Ich fotografiere einen Maria Theresien-Luster (zu teuer für die Qualität), weil ich so was theoretisch brauchen könnte...

Es entspinnt sich folgender Dialog zwischen einem zufällig anwesenden Freund des Händlers (mehr an die 70 als an die 60, weißhaarig, sehr soigniert, dunkler Anzug, Stecktuch, Typischer alter Wiener, Soziolekt: das echte alte wienerisch des 13. Bezirkes, mit a bissl Leopoldstadt drin?)
Freund: "Sie suchen einen Maria Theresien Luster, gnädige Frau? Jugendstil ginge eventuell auch?"
Ich: "Im Prinzip ja, ich habe mich noch nicht entschieden!"
Freund:"Verfügen Sie über Geld, Gnädige?"
Ich: "Leider nein.."
Freund:" Dann könnte ich Ihnen ein unmoralisches Angebot machen, ich könnte Ihnen helfen und sie arbeiten den Luster in Liebe ab."
Ich:" Mein Herr, ich fühle mich geehrt, da Sie offenbar nicht bemerkten, dass ich mich doch einem gesetzteren Alter nähere!"
Wir lächelten einander an und schieden in bestem Einvernehmen und voller Respekt voneinander....(ohne Luster natürlich...)
"Küssdiehand", sagte er noch..natürlich...
Eine Evaluierung der derzeit vorhandenen Stücke am Flohmarkt zeigt:
Jugendstil ist allgemein kaum vorrätig, Biedermeier (hässlich und fake) gibts, etwas guter alter Strass-Schmuck etc, keine besonderen sonstigen Stücke.
Und die Händler werden immer frecher (oder die Käufer immer dümmer), weil was verlangt wird und was es wert ist, steht häufig in keinem Verhältnis - "Katzensilber" ist eben kein Silber, lackiertes Blech ist kein Messing und Alter und Güte eines Stückes sowie Stilrichtung erkennt vielleicht der Käufer nicht, aber der Händler weiß es - und da hab ich nun doch einige lügen sehen, vor allem wenn die Touristen fragten ;-)
Außerdem gesehen:
Kamasutra Netsuke, japanische diverse Erotika in Form von Holzschachteln etc, eine Klosterarbeit (halbwegs gut, aber nur Liebhaberwert)
undercoveragent - 7. Nov, 20:26