Ein Gespenst geht um in Europa
Der news2use Artikel vom Mai - in news2use noch gar nicht erschienen.....
LeserIn, bemerken Sie es auch? Ein Gespenst geht um in Europa….(das hat schon jemand vor mir geschrieben, ich weiß!)
Heute früh, und zwar in der kostenlosen U-Bahn Zeitung, der man ja wahrlich kein Niveau über dem Straßenpflaster zuschreiben kann, genau so zu lesen wie in jeder Qualitätszeitung:
Die neue Moral in der Wirtschaft! Was nach der Krise anders werden muss!
Na sicher Leute, nur mehr Biedermänner unter uns….
Das erinnert mich an Wilhelm Busch. Wieso?
Wilhelm Busch, der böse Karikaturist und genaue Kenner der Seele des Menschen, hat in meiner persönlichen Lieblingsgeschichte, der frommen Helene, gedichtet:
„Ach! Rief sie. Ach! Ich will es nun
auch ganz gewiss nicht wieder tun“
– was Helenchen immer sagte, wenn sie bei irgendeiner bösen Tat erwischt wurde.
Genau so kommt mir das Lamento in den Gazetten vor. Jetzt, wo es eng wird und wo viele sich zu fürchten beginnen, weil sie ihre Geschäfte mit und durch die Gier der Menschen gemacht haben, (und jetzt eher der Geiz durchkommt bei denselben Leuten) rufen die auch: Ach, ich will es nun, auch ganz gewiss nicht wieder tun!
Ich persönlich warte ja auf die Gründung des ersten „neuen Moralvereines“ in der Wirtschaft und schließe jederzeit Wetten ab, dass exakt die gewissenlosesten und miesesten Typen, die ich kenne, sicher ganz vorne mit dabei sein werden. (Wie bei diversen Prozessionen am Land, oder?)
Vor kurzem habe ich mich mit einem Kollegen unterhalten – er meinte, ein bestimmter Geschäftspartner sei eben „gerissen“, und so sei das im Kapitalismus. Fressen und gefressen werden. Und, findest Du das persönlich gut, dass er jeden über den Tisch zieht bei dem ihm das gelingt? fragte ich. Aber nein, antwortete er, aber nur so bringt man es eben zu was!
Aha. Sehr aufschlussreich.
Sind das dann dieselben Leute, die jetzt, weil sie bei diversen Malversationen erwischt worden sind, die fromme Helene spielen? Ich befürchte.
Ich habe mal persönlich Bilanz gezogen und nachgedacht, wie viele ernsthaft anständige Unternehmer ich kennen gelernt habe in den letzten 12 Jahren Selbständigkeit.
Genau 4 (in Worten: vier). Einer ist leider schon lange verstorben und war der Vater einer Pädak-Freundin, einer ist der Mann einer Freundin, einer war ein Auftraggeber, eine ist meine Freundin.
(Die vielen Trainer und Berater, die nur für sich selbst zu sorgen haben und auftragsabhängig für einen anderen Unternehmer arbeiten, hab ich hier weggelassen, weil mit sich selbst ist leicht anständig sein. Ebenso weggelassen habe ich die Konzerne mit ihren diversen Managern, denn die lenken die Geschicke des Unternehmens ja nicht, bzw. sind kleine Rädchen in großen anständigen oder großen nicht anständigen Getrieben und haben oft weder Gelegenheit noch Wahl, ob sie etwas „ganz gewiss nicht wieder tun“)
Ich erspare Ihnen und mir eine Darstellung in Prozent – das Ergebnis ist so schon bitter genug und würde mit ein paar führenden Nullen beginnen. (Und davon gibt’s ja wahrlich genug, oder?)
Wissen Sie, was das wirklich Schöne daran ist, LeserIn? Alle vier waren bzw. sind noch immer ausgesprochen erfolgreich.
LeserIn, kommen Sie zum Expertencafe am 8.6. um 16.30 ins Landtmann, da könen wir gern weiter plaudern!
LeserIn, bemerken Sie es auch? Ein Gespenst geht um in Europa….(das hat schon jemand vor mir geschrieben, ich weiß!)
Heute früh, und zwar in der kostenlosen U-Bahn Zeitung, der man ja wahrlich kein Niveau über dem Straßenpflaster zuschreiben kann, genau so zu lesen wie in jeder Qualitätszeitung:
Die neue Moral in der Wirtschaft! Was nach der Krise anders werden muss!
Na sicher Leute, nur mehr Biedermänner unter uns….
Das erinnert mich an Wilhelm Busch. Wieso?
Wilhelm Busch, der böse Karikaturist und genaue Kenner der Seele des Menschen, hat in meiner persönlichen Lieblingsgeschichte, der frommen Helene, gedichtet:
„Ach! Rief sie. Ach! Ich will es nun
auch ganz gewiss nicht wieder tun“
– was Helenchen immer sagte, wenn sie bei irgendeiner bösen Tat erwischt wurde.
Genau so kommt mir das Lamento in den Gazetten vor. Jetzt, wo es eng wird und wo viele sich zu fürchten beginnen, weil sie ihre Geschäfte mit und durch die Gier der Menschen gemacht haben, (und jetzt eher der Geiz durchkommt bei denselben Leuten) rufen die auch: Ach, ich will es nun, auch ganz gewiss nicht wieder tun!
Ich persönlich warte ja auf die Gründung des ersten „neuen Moralvereines“ in der Wirtschaft und schließe jederzeit Wetten ab, dass exakt die gewissenlosesten und miesesten Typen, die ich kenne, sicher ganz vorne mit dabei sein werden. (Wie bei diversen Prozessionen am Land, oder?)
Vor kurzem habe ich mich mit einem Kollegen unterhalten – er meinte, ein bestimmter Geschäftspartner sei eben „gerissen“, und so sei das im Kapitalismus. Fressen und gefressen werden. Und, findest Du das persönlich gut, dass er jeden über den Tisch zieht bei dem ihm das gelingt? fragte ich. Aber nein, antwortete er, aber nur so bringt man es eben zu was!
Aha. Sehr aufschlussreich.
Sind das dann dieselben Leute, die jetzt, weil sie bei diversen Malversationen erwischt worden sind, die fromme Helene spielen? Ich befürchte.
Ich habe mal persönlich Bilanz gezogen und nachgedacht, wie viele ernsthaft anständige Unternehmer ich kennen gelernt habe in den letzten 12 Jahren Selbständigkeit.
Genau 4 (in Worten: vier). Einer ist leider schon lange verstorben und war der Vater einer Pädak-Freundin, einer ist der Mann einer Freundin, einer war ein Auftraggeber, eine ist meine Freundin.
(Die vielen Trainer und Berater, die nur für sich selbst zu sorgen haben und auftragsabhängig für einen anderen Unternehmer arbeiten, hab ich hier weggelassen, weil mit sich selbst ist leicht anständig sein. Ebenso weggelassen habe ich die Konzerne mit ihren diversen Managern, denn die lenken die Geschicke des Unternehmens ja nicht, bzw. sind kleine Rädchen in großen anständigen oder großen nicht anständigen Getrieben und haben oft weder Gelegenheit noch Wahl, ob sie etwas „ganz gewiss nicht wieder tun“)
Ich erspare Ihnen und mir eine Darstellung in Prozent – das Ergebnis ist so schon bitter genug und würde mit ein paar führenden Nullen beginnen. (Und davon gibt’s ja wahrlich genug, oder?)
Wissen Sie, was das wirklich Schöne daran ist, LeserIn? Alle vier waren bzw. sind noch immer ausgesprochen erfolgreich.
LeserIn, kommen Sie zum Expertencafe am 8.6. um 16.30 ins Landtmann, da könen wir gern weiter plaudern!
undercoveragent - 20. Mai, 07:00










